{"id":3686,"date":"2019-08-20T12:38:10","date_gmt":"2019-08-20T11:38:10","guid":{"rendered":"https:\/\/dpg.hamburg\/?p=3686"},"modified":"2019-08-20T21:47:34","modified_gmt":"2019-08-20T20:47:34","slug":"mahnmal-st-nikolai-eine-veranstaltungsreihe-zum-thema-vertrieben-1939-deportationen-von-polnischen-buergern-aus-den-ins-dritte-reich-eingegliederten-gebieten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg.hamburg\/da\/Beitr\u00e4ge\/mahnmals-st-nikolai\/mahnmal-st-nikolai-eine-veranstaltungsreihe-zum-thema-vertrieben-1939-deportationen-von-polnischen-buergern-aus-den-ins-dritte-reich-eingegliederten-gebieten\/","title":{"rendered":"MAHNMAL ST. NIKOLAI  Eine Veranstaltungsreihe zum Thema \u201eVertrieben 1939\u2026 Deportationen von polnischen B\u00fcrgern aus den ins Dritte Reich eingegliederten Gebieten\u201c:"},"content":{"rendered":"<p><strong>MA<a href=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/nikolai9-2019.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3659 alignright\" src=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/nikolai9-2019.png\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"529\" srcset=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/nikolai9-2019.png 250w, https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/nikolai9-2019-142x300.png 142w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>HNMAL ST. NIKOLAI<\/strong><\/p>\n<p>Eine Veranstaltungsreihe zum Thema \u201eVertrieben 1939\u2026 Deportationen von polnischen B\u00fcrgern aus den ins Dritte Reich eingegliederten Gebieten\u201c:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mittwoch, 28. August 2019, 19.00 Uhr<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.mahnmal-st-nikolai.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/cover_klein.jpg\" alt=\"\" \/>Lesung und Buchvorstellung<\/p>\n<p>Funkenflug. August 1939: Der Sommer, bevor der Krieg begann<\/p>\n<p>Weltgeschichte erz\u00e4hlt am Schicksal ihrer Protagonisten. August 1939. Flirrende Hitze in Mitteleuropa. Es k\u00f6nnten unbeschwerte Tage sein, aber etwas Verst\u00f6rendes liegt in der Luft. Die einen sagen, ein neuer Krieg stehe bevor. Die anderen schw\u00f6ren, der Frieden sei sicher. In diesem unruhigen August schaut die Welt auf den Obersalzberg. Hier verbringt Adolf Hitler seinen Sommer. Von hier aus wagt er ein riskantes Spiel.<\/p>\n<p>Der Autor und Journalist Dr. Hauke Friederichs erz\u00e4hlt in seinem aktuellen Buch die Geschichte jenes Sommers, in dem die Welt am 1. September 1939 ins Chaos gesto\u00dfen wurde. Aus dem Funkenflug entstand ein Weltenbrand, und nichts war mehr wie zuvor.<\/p>\n<p>Eintritt frei. In Kooperation mit der Kirchlichen Gedenkst\u00e4ttenarbeit an der KZ-Gedenkst\u00e4tte Neuengamme.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 29. August 2019 <\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.mahnmal-st-nikolai.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/1939_Bild-1-e1561452083442.jpg\" alt=\"\" width=\"268\" height=\"191\" \/>Gedenkveranstaltung anl\u00e4sslich des Beginns des Zweiten Weltkriegs<\/p>\n<p><strong>18.00 Uhr:<\/strong> Carillonkonzert, Werner Lamm am Glockenspiel<\/p>\n<p><strong>18.30 Uhr<\/strong>: \u00d6kumenische Andacht in der Krypta. Liturgische Leitung: Pastorin Corinna Senf, Hauptkirche St. Nikolai, und Pfarrer Dr. Jacek Bystron, polnische katholische Mission Hamburg, musikalische Leitung: Werner Lamm, Klavier<\/p>\n<p><strong>19.00 Uhr<\/strong>: Vortrag und Ausstellungser\u00f6ffnung mit Dr. Jacek Kubiak, Kurator der Ausstellung \u201eVertriebene 1939 \u2026 Deportationen von polnischen B\u00fcrgern aus den ins \u00a0,Dritte Reich\u2018 eingegliederten Gebieten.\u201c<\/p>\n<p>Nach dem deutschen \u00dcberfall auf Polen am 1. September 1939 wurden die westlichen Gebiete Polens nicht nur von Wehrmacht und SS besetzt und ausgepl\u00fcndert, sondern zwangsweise und v\u00f6lkerrechtswidrig dem Staatsgebiet des \u201eDeutschen Reiches\u201c zugeschlagen. Der in diesen Gebieten lebenden polnischen Bev\u00f6lkerung wurden ihre H\u00e4user, Bauernh\u00f6fe, Unternehmen und ihr bewegliches Eigentum geraubt. Etwa 1,5 Millionen Polinnen und Polen wurden Opfer von Zwangsumsiedlungen in das s\u00fcd\u00f6stlich gelegene \u201eGeneralgouvernement\u201c, von Inhaftierungen, Entrechtung und Ermordungen. Der Vortrag und die Ausstellung von Dr. Jacek Kubiak thematisieren, aus Anlass des 80. Jahrestages des deutschen \u00dcberfalls auf Polen, diesen bisher wenig bekannten Aspekt des NS-Terrors in den westlichen Regionen Polens.<\/p>\n<p>Eintritt frei. Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung Hamburg.<\/p>\n<p>Die Sonderausstellung \u201eVertriebene 1939 \u2026 Deportationen von polnischen B\u00fcrgern aus den ins ,Dritte Reich\u2018 eingegliederten Gebieten.\u201c ist bis 29. September t\u00e4glich von 10 bis 18 Uhr im Gew\u00f6lbekeller des Mahnmals St. Nikolai zu sehen, freier Eintritt zur Sonderausstellung.<\/p>\n<p>In Kooperation mit der Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung Hamburg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"30\">\n<li><strong> August bis 29. September 2019 <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.mahnmal-st-nikolai.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/1939_Bild-1-e1561452083442.jpg\" alt=\"\" width=\"268\" height=\"191\" \/>Sonderausstellung<\/p>\n<p><strong>\u201eNach dem Warschauer Aufstand: Deportiert ins KZ Neuengamme\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Vor 75 Jahren begann am 1. August 1944 der Warschauer Aufstand mit dem Ziel, die Stadt von der deutschen Besatzung zu befreien. Die deutschen Verb\u00e4nde von SS, Polizei und Wehrmacht konnten den Aufstand jedoch niederschlagen. In gro\u00dfer Zahl wurden anschlie\u00dfend Polinnen und Polen in Konzentrationslager oder zur Zwangsarbeit deportiert. Die Ausstellung der KZ-Gedenkst\u00e4tte Neuengamme stellt Schicksale von in das KZ Neuengamme und seine Au\u00dfenlager deportierten Frauen und M\u00e4nnern vor.<\/p>\n<p>Der Besuch dieser Sonderausstellung ist im Eintrittspreis zum Mahnmal St. Nikolai enthalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 5. September 2019,\u00a0 19.00 Uhr<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.mahnmal-st-nikolai.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Bohr.jpg\" alt=\"\" \/>Vortrag<\/p>\n<p>Kriegsverbrecherhilfe \u2013 Wie die Bundesregierungen NS-T\u00e4ter unterst\u00fctzten<\/p>\n<p>Sie waren die einzigen NS-T\u00e4ter, die eine lange Haftstrafe im westeurop\u00e4ischen Ausland verb\u00fc\u00dften: der SS-Mann Herbert Kappler, als Kommandeur der Sicherheitspolizei in Rom verantwortlich f\u00fcr das Massaker in den Ardeatinischen H\u00f6hlen, sowie die \u00bbVier von Breda\u00ab, die ma\u00dfgeblich an der Ermordung der niederl\u00e4ndischen Juden beteiligt gewesen waren. Hochrangige deutsche Politiker, unter ihnen die Bundeskanzler Brandt und Schmidt, setzten sich f\u00fcr ihre Freilassung ein.<\/p>\n<p>Der Journalist und Historiker Felix Bohr (Frankfurt\/Main) zeigt auf, wie sich in der Bundesrepublik eine einflussreiche Interessenvertretung f\u00fcr die NS-T\u00e4ter formierte, die intensive Hilfe leistete.<\/p>\n<p>Eintritt frei. In Kooperation mit der Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung Hamburg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 12. September 2019, 19.00 Uhr\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.mahnmal-st-nikolai.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/1939_Bild-1-e1561452083442.jpg\" alt=\"\" width=\"268\" height=\"191\" \/>Vortrag<\/p>\n<p><strong>Die vergessenen Umsiedlungen 1939\/41<\/strong><\/p>\n<p>Nicht selten beginnt die Geschichte der \u201eethnischen S\u00e4uberungen\u201c des Zweiten Weltkriegs mit der Vertreibung der Deutschen aus polnischen, tschechischen und s\u00fcdosteurop\u00e4ischen Gebieten. Dabei begann die \u201eethnische Homogenisierung\u201c Osteuropas unter t\u00e4tiger Mitwirkung des nationalsozialistischen Deutschland, der Sowjetunion und anderer Staaten in der ersten Phase des Zweiten Weltkriegs und bot damit auch den Vorwand f\u00fcr die chaotische Deportation von Juden und Polen aus den dem Deutschen Reich angeschlossenen Gebieten.<\/p>\n<p>Prof. em. Dr. Frank Golczewski (Hamburg) erl\u00e4utert diese Vorg\u00e4nge und zeigt die historischen Zusammenh\u00e4nge auf.<\/p>\n<p>Eintritt frei. In Kooperation mit der Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung Hamburg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 19. September 2019, 19.00 Uhr <\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.mahnmal-st-nikolai.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Kellmann.jpg\" alt=\"\" width=\"166\" height=\"235\" \/>Vortrag<\/p>\n<p>Dimensionen der Mitt\u00e4terschaft \u2013 Die europ\u00e4ische Kollaboration mit dem Dritten Reich<\/p>\n<p>Erst 75 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs erschien die erste Studie \u00fcber die europ\u00e4ische Kollaboration mit dem Dritten Reich. Die Ausgangsthese des Autors lautet: Ohne schonungslose Aufarbeitung des Mitmachens und Mittuns mit den Deutschen bis hin zum Mord an den J\u00fcdinnen und Juden wird es kein gemeinsames europ\u00e4isches Narrativ und keine gemeinsame europ\u00e4ische Erinnerungskultur als das identit\u00e4tsstiftende Element eines Europa von Morgen geben.<\/p>\n<p>Der Historiker Dr. Klaus Kellmann (Kiel) stellt seine umfassende Untersuchung zu allen 24 von der deutschen Wehrmacht besetzten Staaten vor. In seinem Vortrag geht es nicht nur um die Vergangenheit, sondern auch um die Gegenwart und Zukunft des ganzen Kontinents.<\/p>\n<p>Eintritt frei. In Kooperation mit der Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung Hamburg und der KZ-Gedenkst\u00e4tte Neuengamme.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 26. September, 2019, 19.00 Uhr<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.mahnmal-st-nikolai.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Arani.jpg\" alt=\"\" width=\"168\" height=\"240\" \/>Vortrag<\/p>\n<p>Der nationalsozialistische \u201eMustergau\u201c Wartheland in Fotografien von Deutschen und Polen<\/p>\n<p>Mit der deutschen Besatzung Polens im Herbst 1939 verlor die polnische Gesellschaft ihre Meinungs- und Pressefreiheit. Was das f\u00fcr das Fotografieren bedeutete, zeigt der Vortrag der Medienwissenschaftlerin Dr. Miriam Arani (Frankfurt\/Main) mit zahlreichen Bildbeispielen aus einem Gebiet Polens, das w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs zu einem Gau des Deutschen Reiches wurde.<\/p>\n<p>Eintritt frei. In Kooperation mit der Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung Hamburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>MAHNMAL ST. 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