{"id":475,"date":"2015-03-25T18:00:28","date_gmt":"2015-03-25T16:00:28","guid":{"rendered":"http:\/\/aktuell.dpg.hamburg\/?p=475"},"modified":"2015-04-21T18:13:25","modified_gmt":"2015-04-21T16:13:25","slug":"polizei-zusammenarbeit-im-grenzgebiet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg.hamburg\/da\/Beitr\u00e4ge\/vortrag\/polizei-zusammenarbeit-im-grenzgebiet\/","title":{"rendered":"POLIZEI &#8211; ZUSAMMENARBEIT IM GRENZGEBIET"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit Polen polizeibekannt<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Am 25. M\u00e4rz hatten die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg, das Polizeimuseum und das Polnische Generalkonsulat zu einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Veranstaltung ins Polizeimuseum einge\u00adladen. Zu Gast war Torsten Roch, Kriminaloberkommissar in der Polizeidirektion S\u00fcd des Landes Brandenburgs und dort u.a. zust\u00e4ndig f\u00fcr <\/strong><strong>deutsch-polnische Polizei-Zusammenarbeit. Sein Vor\u00adtrag, den auch <\/strong><strong>Hamburgs Polizeipr\u00e4sident Ralf Martin Meyer, der Leiter des Polizeimuseums Joachim Schulz sowie der polnische Vize-Konsul Marek Sorgowicki<\/strong><strong> aufmerksam verfolgten, ver\u00admittelte einen <\/strong><strong>hochinteressanten Einblick in einen bis\u00adlang eher unbekannten Bereich deutsch-polnischer Zusammenarbeit.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<a href=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Foto-2-TRoch-mit-Kollegen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-509\" src=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Foto-2-TRoch-mit-Kollegen-300x179.jpg\" alt=\"Foto 2 TRoch mit Kollegen\" width=\"429\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Foto-2-TRoch-mit-Kollegen-300x179.jpg 300w, https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Foto-2-TRoch-mit-Kollegen.jpg 741w\" sizes=\"auto, (max-width: 429px) 100vw, 429px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bei vielen wecken die Stichw\u00f6rter \u201eDeutsch-polnische Grenze\u201c und \u201eKriminalit\u00e4t\u201c ungute Vorurteile. Auf deren Ambivalenz wies Roch gleich zu Beginn seines Vortrags hin. Zwar werden die Einwohner der Grenzregion tats\u00e4chlich immer wieder durch Serien von Fahrraddiebst\u00e4hlen oder reihenweise aufgebrochene Keller in Wohnblocks verunsichert. Wahr ist aber auch: vier von f\u00fcnf gefassten T\u00e4tern kommen aus Deutschland! Das war dann auch die einzige Zahl, die an diesem Abend genannt wurde. Der erfahrene Polizeibeamte wollte lieber \u00fcber die Praxis berichten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die gemeinsame Verbrechensbek\u00e4mpfung stellt deutsche und polnische Polizei vor echte Heraus-forderungen. Neben Sprach-, Mentalit\u00e4ts- und Ausbildungsunterschieden sind die teils v\u00f6llig ver-schiedenen Rechtsgrundlagen zu beachten. Dies betrifft sowohl die Ermittlungsbefugnisse der Beamten als auch die juristische Einordnung von Verst\u00f6\u00dfen. Was am einen Nei\u00dfeufer strafbar ist, geht m\u00f6glicherweise auf der anderen Seite noch als Ordnungswidrigkeit durch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>All dies erfordert eine hohe Kooperationsbereitschaft und unkomplizierte Kommunikationswege. An beidem mangelt es nicht. Neben dem LKA, steht der deutschen Polizei f\u00fcr offizielle R\u00fcckfragen bei den polnischen Kollegen auch das gemeinsame Zentrum f\u00fcr deutsch-polnische Polizei- und Zollzusammenarbeit in \u015awiecko zur Verf\u00fcgung. Dort sitzen sich jeweils ein deutscher und ein polnischer Vertreter von Polizei, Grenzschutz und Zoll an ihren Auskunftssystemen gegen\u00fcber und beantworten auf kurzem Dienstweg eingehende Fragen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Daneben unterh\u00e4lt Oberkommissar Roch auch zahlreiche direkte Kontakte zu grenznahen Polizei-stellen auf polnischer Seite. Seine polnischen Sprachkenntnisse helfen ihm dabei. Englisch ist als Arbeitssprache keine Alternative. Wer noch etwas verstehen will, wenn der polnische Kollege im Eifer des Geschehens in die Muttersprache verf\u00e4llt, muss diese wenigstens in Grundz\u00fcgen be-herrschen. Das Angebot von Polnisch-Kursen mit anschlie\u00dfendem Aufenthalt in polnischen Dienst-stellen wird von deutschen Beamten der Grenzregion jedenfalls gut angenommen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Foto-1-gemeinsame-Streife.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-508 aligncenter\" src=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Foto-1-gemeinsame-Streife-300x225.jpg\" alt=\"Foto 1 gemeinsame Streife\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Foto-1-gemeinsame-Streife-300x225.jpg 300w, https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Foto-1-gemeinsame-Streife.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In der Praxis sieht man dann deutsche und polnische Polizisten in der Grenzregion gemeinsam auf Streife oder bei Verkehrskontrollen. Formal ist der Beamte aus dem Nachbarland zur Einsatz\u00adbeobachtung mit. Mit dem neuen Polizeiabkommen, das noch in diesem Jahr in Kraft tritt, wird sich dies \u00e4ndern. Die Vereinbarung wird die polizeiliche Zusammenarbeit weiter erleichtern. Allerdings scheint hier die Politik der Lebenswirklichkeit etwas hinterherzuhinken: l\u00e4ngst beitreiben deutsche und polnische Polizei Erfahrungsaustausch in Form von Einsatzbeobachtungen bei Fu\u00dfballspielen oder Hospitationen an der polnisch-ukrainischen Grenze \u2013 zu beiderseitigem Nutzen. Und oft finden die dienstlichen Kontakte beim Grillen oder Sport nach Feierabend dann sogar auch noch eine private Fortsetzung.<\/p>\n<p>(Autor :\u00a0 Christof Leidner)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>abgelaufener Termin:<\/p>\n<p><strong>POLIZEI &#8211; ZUSAMMENARBEIT IM GRENZGEBIET<\/strong><\/p>\n<p>Wir laden Sie <strong>am Mittwoch, 25. M\u00e4rz 2015 um 18.00 Uhr <\/strong>ins Polizei-Museum, Otto-Grot-Saal, Carl-Cohn-Str. 39 zu einem Vortrag mit dem Thema: \u201eDeutsch-Polnische Kooperation an der deutsch-polnischen Grenze\u201c herzlich ein. Unser Referent, Herr <strong>Torsten Roch<\/strong>, ist Kriminaloberkommissar in Cottbus und nebenamtlich auch f\u00fcr die deutsch-polnische Polizei-Zusammenarbeit im Grenzgebiet zust\u00e4ndig. Er wird uns aus erster Hand \u00fcber die Arbeit, Erfolge und Probleme der deutschen und polnischen Beamten von Polizei, Grenzschutz und Zoll berichten.<\/p>\n<p>In diesem Jahr wird ein Gesetz zu dem Abkommen vom 15. Mai 2014 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland in Kraft treten, in dem die Zusammenarbeit der Polizei-, Grenz- und Zollbeh\u00f6rden beider L\u00e4nder geregelt wird. Innenminister de Maizi\u00e8re sagte dazu: &#8220;Kriminalit\u00e4t macht an nationalen Grenzen keinen Halt. Durch eine enge Kooperation mit unseren Nachbarn erreichen wir eine wirksame Bek\u00e4mpfung der grenz\u00fcberschreitenden Kriminalit\u00e4t. Mit dem Abkommen schaffen wir verbesserte rechtliche Grundlagen f\u00fcr die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Polizei-, Grenz- und Zollbeh\u00f6rden in Deutschland und Polen.&#8221;<\/p>\n<p>Diese au\u00dfergew\u00f6hnliche Veranstaltung ist in Kooperation mit dem polnischen Generalkonsulat zustande gekommen.<\/p>\n<p>Das Polizei-Museum erreichen Sie \u2013 wenn Sie nicht mit dem PKW kommen &#8211; mit dem HVV-Bus der Linie 109 bis Haltestelle Carl-Cohn-Stra\u00dfe, geradeaus der Carl-Cohn-Stra\u00dfe in Richtung Stadtpark folgen (insgesamt f\u00fcnf Minuten Fu\u00dfweg) oder mit der U1, Haltestation Alsterdorf. Vom U-\/Bus-Bahnhof Alsterdorf nach links der Stra\u00dfe Heubergredder folgen. Nach 150 Metern links in die Bilser Stra\u00dfe einbiegen, geradeaus bis Carl-Cohn-Stra\u00dfe. Erneut links in die Carl-Cohn-Stra\u00dfe schwenken, unter der U-Bahn-Br\u00fccke durch &#8211; das Polizeimuseum liegt auf der gegen\u00fcberliegenden Stra\u00dfenseite auf dem Gel\u00e4nde der Liegenschaft der Polizei Hamburg (insgesamt zehn Minuten Fu\u00dfweg).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Polen polizeibekannt \u00a0 Am 25. M\u00e4rz hatten die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg, das Polizeimuseum und das Polnische Generalkonsulat zu einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Veranstaltung ins Polizeimuseum einge\u00adladen. 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