{"id":2567,"date":"2017-10-31T20:00:33","date_gmt":"2017-10-31T19:00:33","guid":{"rendered":"http:\/\/aktuell.dpg.hamburg\/?p=2567"},"modified":"2019-02-25T20:15:17","modified_gmt":"2019-02-25T19:15:17","slug":"mitteilungen-05-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg.hamburg\/en\/Beitr\u00e4ge\/mitteilungen\/mitteilungen-05-2017\/","title":{"rendered":"MITTEILUNGEN 05\/2017 (November-Dezember)"},"content":{"rendered":"<p><strong>MITTEILUNGEN 05\/2017 (November-Dezember)<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>U N S E R E\u00a0 V E R A N S T A L T U N G E N<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/dpGeschichtsbuch.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2560 alignleft\" src=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/dpGeschichtsbuch-215x300.png\" alt=\"\" width=\"215\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/dpGeschichtsbuch-215x300.png 215w, https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/dpGeschichtsbuch.png 248w\" sizes=\"auto, (max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><\/a>DEUTSCH-POLNISCHES GESCHICHTSBUCH<\/strong><\/p>\n<p>Am Dienstag, <strong>21. November, um 19.00 Uhr<\/strong> \u00a0im Mahnmal St. Nikolai, Willi-Brandt-Str. 60, stellen wir Ihnen den ersten Band des Deutsch-Polnischen Geschichtsbuchprojektes &#8220;Europa- unsere Geschichte&#8221; vor. In einem Vortrag und Gespr\u00e4ch wird <strong>Christiane Brandau<\/strong>, Mitarbeiterin des Georg-Eckert-Instituts &#8211; Leibniz-Institut f\u00fcr internationale Schulbuchforschung Braunschweig, das Geschichtsbuch vorstellen.<\/p>\n<p>\u201eEuropa \u2013 unsere Geschichte\u201c setzt als von Deutschen und Polen gemeinsam erarbeitete Schulbuchreihe einen Dialog fort, den Historiker, Geographen und Geschichtsdidaktiker beider L\u00e4nder seit Jahrzehnten f\u00fchren \u2013 vor allem im Rahmen der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission. Im Jahr 2016 ist der erste Band der f\u00fcr den regul\u00e4ren Unterrichtsgebrauch in Deutschland und Polen gedachten Schulbuchreihe erschienen, die die in den Lehrpl\u00e4nen vorgesehenen Inhalte von der Ur- und Fr\u00fchgeschichte bis in die Gegenwart unter Ber\u00fccksichtigung deutscher und polnischer Perspektiven behandelt. Europ\u00e4ische Geschichte wird so \u2013 f\u00fcr Deutschland gesprochen \u2013 erstmals auch aus einer nicht-westlichen Perspektive darstellt. An deutschen und polnischen Beispielen wird dabei die Diversit\u00e4t des historischen Erinnerns offengelegt. Dieser transnationale Ansatz versteht sich als eine Antwort auf die Frage, wie ein europ\u00e4isches Geschichtsbewusstsein der Zukunft aussehen k\u00f6nnte. Er zielt aber auch konkret auf die weitere Verbesserung der deutsch-polnischen Verst\u00e4ndigung ab. Ein gemeinsam erarbeitetes Geschichtsbuch k\u00f6nne helfen, die Traumata, Bed\u00fcrfnisse und Befindlichkeiten des jeweils anderen besser zu verstehen, formulierte der damalige Bundesau\u00dfenminister Steinmeier anl\u00e4sslich der Pr\u00e4sentation von Band 1. Sein Amtskollege Waszczykowski stimmte zu: &#8220;Vor 40 Jahren, als ich zur Schule ging, konnte ich von so einem Buch nur tr\u00e4umen.&#8221;<\/p>\n<p><strong>Christiane Brandau<\/strong> wird die Geschichtsbuchreihe anhand vorliegender Materialien pr\u00e4sentieren\u00a0 und Vorgeschichte, Konzept, Entwicklungsstand und\u00a0 Zielsetzungen vorstellen.<\/p>\n<p>Einleitung:\u00a0 <strong>Dr. Sabine Bamberger-Stemmann<\/strong>, Direktorin der Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung<\/p>\n<p>Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Georg-Eckert-Institut &#8211; Leibniz-Institut f\u00fcr internationale Schulbuchforschung\u00a0 Braunschweig, der Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung Hamburg, Verein Mahnmal St. Nikolai und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>ADVENTSFEIER<\/strong><\/p>\n<p>Wie schon seit vielen Jahren laden wir Sie in der Adventszeit zum Konzert in die Christ-K\u00f6nig-Kirche in Lokstedt ein, zu dem wir immer eine Musik- oder Gesangsgruppe aus Polen einladen. In diesem Jahr ist es die kleine, aus drei K\u00fcnstlerinnen bestehende Gruppe SEPTIMA aus Posen\/Poznan. Die drei\u00a0 Musikerinnen<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/septima1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2561\" src=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/septima1.png\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"177\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/septima2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2562\" src=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/septima2.png\" alt=\"\" width=\"273\" height=\"170\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/septima3.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2563\" src=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/septima3.png\" alt=\"\" width=\"206\" height=\"170\" \/><\/a><\/p>\n<p>und S\u00e4ngerinnen, Barbara Wilinska, Antonina Weber und Xenia Starzynska, spielen sehr seltene Mittelalter- und Renaissance-Instrumente, Drehleier, Lithuanian Zither (Kankles), Xylophon (Dulzimer), Bendir, Daff<\/p>\n<p>und Viola da Gamba. Dabei singen sie volkst\u00fcmliche Advents- und Weihnachtslieder aus Polen und den Balkanl\u00e4ndern sowie Weihnachtslieder aus dem Europa des Mittelalters und der Renaissance. Sie werden uns ihre Instrumente erkl\u00e4ren und alte, teilweise l\u00e4ngst vergessene Traditionen vorstellen, bei denen besondere Lieder gesungen wurden.<\/p>\n<p>Das Trio SEPTIMA singt am Samstag, \u00a0<strong>2. Dezember um 16.00 Uhr<\/strong>\u00a0 in der Christ- K\u00f6nig-Kirche in Lokstedt, Bei der Lutherbuche 36. \u00a0Anschlie\u00dfend, ab <strong>17.30 Uhr<\/strong> findet im Gemeindesaal unsere traditionelle Adventsfeier statt. Wir werden f\u00fcr Sie wieder typische Gerichte der polnischen K\u00fcche vorbereiten. Bei Kerzenlicht und Rotwein werden wir mit den K\u00fcnstlerinnen Lieder singen, eine Weihnachtsgeschichte h\u00f6ren und das Zusammensein genie\u00dfen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/septima.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2564 alignleft\" src=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/septima.png\" alt=\"\" width=\"198\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/septima.png 198w, https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/septima-150x150.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><\/a>Um besser planen zu k\u00f6nnen, bitten wir Sie, uns\u00a0 mitzuteilen, ob Sie teilnehmen m\u00f6chten und mit wie vielen Personen Sie kommen werden. Sie k\u00f6nnen uns anrufen (040\/59 49 07 oder 040 830 12 21) oder eine E-Mail senden (ha.zillmer@web.de oder <a href=\"mailto:krizak_viola@hotmail.com\">krizak_viola@hotmail.com<\/a>). Wir bitten um R\u00fcckmeldung bis zum 27. November 2017.<\/p>\n<p>Die Kirche erreichen Sie mit der U 1 (Station Kellinghusenstr.) und weiter mit Bus 22, mit der U 2 (Station Hagenbecks Tierpark) und weiter mit der Buslinie 281 bis Grandweg oder mit der U 3 (Station Hoheluftbr\u00fccke) weiter mit Buslinie 5 bis Siemersplatz, dann noch 5 Minuten Fu\u00dfweg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>V E R A N S T A L T U N G E N \u00a0A N D E R E R\u00a0 T R \u00c4 G E R<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>KONGRESS DER DPG BUNDESVERBAND IN POTSDAM\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>Der 26. Jahreskongress \u201eNachbarschaft in der Mitte Europas\u201c der Deutsch-Polnischen Gesellschaften findet vom <strong>10. bis 11. November 2017<\/strong> in Potsdam statt.\u00a0 Auch in diesem Jahr bietet der DPG Bundesverband ein spannendes Programm, Diskussionen, Stadtf\u00fchrungen und Musik an. Wir laden alle Mitglieder herzlich dazu ein, an einem der gr\u00f6\u00dften Treffen von Akteuren, Multiplikatoren und Freunden der deutsch-polnischen Beziehungen teilzuhaben! Die Kongressteilnehmer*innen werden am 10.11. im Landtag Brandenburg empfangen und u.a. von Britta Stark, Pr\u00e4sidentin des Landtags Brandenburg und Burkhard Exner, B\u00fcrgermeister der Stadt Potsdam begr\u00fc\u00dft. W\u00e4hrend des Kongresses wird am 11.11. am fr\u00fchen Nachmittag ein Workshop angeboten, in dem die AG Umwelt und \u00d6kologie der DPG Hamburg mit polnischen G\u00e4sten \u00fcber den deutsch-polnisch-ukrainischen Umwelt- und Energiekongress im Mai d.J. in Rzesz\u00f3w berichten wird.<\/p>\n<p>Bereits zum 12. Mal wird der DIALOG-PREIS verliehen. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Bundesverband zeichnet in diesem Jahr den renommierten \u00f6sterreichischen Schriftsteller, Journalisten und \u00dcbersetzer Martin Pollack mit dem DIALOG-Preis f\u00fcr sein umfassendes literarisches Werk aus. Die feierliche Verleihung des Preises wird am Samstagabend im Auditorium Maximum der Universit\u00e4t Potsdam stattfinden. Mehr Informationen: <a href=\"http:\/\/www.dpg-bundesverband.de\">www.dpg-bundesverband.de<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>FILMLAND POLEN<\/strong><\/p>\n<p>Am <strong>5. November um 16.00 Uhr<\/strong> wird im Kino Metropolis, Theaterstr. 5 \u00a0der Film \u201eWolhynien\u201c in der Regie von Wojciech Smarzowski gezeigt, ein Spielfilm \u00fcber das Massaker von Wolhynien im Jahr 1943. Er bringt eine Trag\u00f6die wieder ins Ged\u00e4chtnis, die Polen und Ukrainer schmerzlich verbindet \u2013 und noch immer unvers\u00f6hnlich trennt. Gibt es in der eigenen Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg einen letzten blinden Fleck? So scheinen es neuerdings viele Polen zu empfinden. Vor 1989 sei das Thema offiziell tabu gewesen; seitdem, so h\u00f6rt und liest man jetzt, habe das Gebot der V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung, also die \u201epolitische Korrektheit\u201c, verhindert, dass man sich damit intensiver befasst h\u00e4tte. Gemeint ist das Massaker von Wolhynien, das im Schatten der deutschen Besatzung stattfand, im Wesentlichen 1943, mit sp\u00e4teren Ausl\u00e4ufern. Polen waren die Opfer, ukrainische Nationalisten die T\u00e4ter. In Polen werden die Ereignisse zumeist als \u201ewolhynisches Gemetzel\u201c bezeichnet, jenseits der Grenze dagegen als \u201edie wolhynische Trag\u00f6die\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am <strong>16. Dezember um 16.00 Uhr<\/strong> k\u00f6nnen Sie ebenfalls im Kino Metroplis den Film \u201eI\u00b4m der Killer\u201c (Jestem morderca) in der Regie von Maciej Pieprzyca sehen. Film erz\u00e4hlt die wahre Geschichte eines polnischen Frauenm\u00f6rders, der in den fr\u00fchen 1970er als Serienkiller in Polen sein Unwesen trieb, den man auch als den seelischen Vampir nannte. Er mordete mehr als ein Dutzend Frauen. Als die Ermittlungen nicht weiterkamen, wurde ein junger Miliz-Offizier an Bord geholt, der den M\u00f6rder dingfest machen soll. Der Regisseur, Maciej Pieprzyca, gewann beim Shanghai Film Festival 2017 den Preis als bester Regisseur f\u00fcr \u201eI&#8217;m a Killer\u201c. Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>B E R I C H T E<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>EIN TAG DEN MAN NICHT VERGISST <\/strong><\/p>\n<p>Heute bekommen Sie einen Bericht von unserem Mitglied, <strong>Jan Dolny<\/strong>, der federf\u00fchrend f\u00fcr das Projekt \u201eStein der Demut\u201c war:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/DENKMAL-F\u00dcR-DIE-ERMORDETEN-JUDEN-IN-J\u00d3ZEF\u00d3W.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2566 alignleft\" src=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/DENKMAL-F\u00dcR-DIE-ERMORDETEN-JUDEN-IN-J\u00d3ZEF\u00d3W-300x170.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"170\" srcset=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/DENKMAL-F\u00dcR-DIE-ERMORDETEN-JUDEN-IN-J\u00d3ZEF\u00d3W-300x170.png 300w, https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/DENKMAL-F\u00dcR-DIE-ERMORDETEN-JUDEN-IN-J\u00d3ZEF\u00d3W.png 399w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u201eEs ist der 8. September 2017. Aus dem grauen Himmel regnet es in Str\u00f6men auf Hamburg hernieder. In den Herzen vieler Hamburger\u00a0 jedoch scheint\u00a0 dennoch der hellste Sonnenschein!<\/p>\n<p>F\u00fcr die jungen Polizeianw\u00e4rter\/innen zum Beispiel, die heute in der Hamburger Polizeiakademie den ersten Jahrestag der Grundsteinlegung f\u00fcr das\u00a0 Mahnmal in einem Waldst\u00fcck nahe der polnischen Kleinstadt Jozef\u00f3w feierlich begehen. Die\u00a0 Errichtung eines Gedenksteins an der Stelle, an der am 13.Juli 1942 Angeh\u00f6rige des Hamburger Polizei\u2013Reservebataillons 101 unschuldige Menschen; Kinder, Frauen und M\u00e4nner ermordeten. Nur weil sie Juden waren mussten vor 75 Jahren 1500 Menschen ihr Leben lassen. Vergessen machen k\u00f6nnen die jungen Hamburger\u00a0 und ihre Vorgesetzten, die seit Jahren enge Kontakte zu ihren Kollegen in Lublin pflegen, die grausame Tat zwar nicht, doch sie setzten damit einen Akzent f\u00fcr eine hoffnungsvolle Zukunft.<\/p>\n<p>Auch mich, ein Mitglied unserer DPG Hamburg seit deren Bestehen, haben sie mit ihrer Geste tief beeindruckt. Rein zuf\u00e4llig habe ich von diesen\u00a0 freundschaftlichen Beziehungen unserer Polizei und der Geschichte des Gedenksteins erfahren. \u00dcber ein Jahr habe ich f\u00fcr diesen 8. September 2017 bewusst gelebt und gearbeitet. Ich bitte um Nachsicht, aber es war mir eine Herzensangelegenheit, diese gro\u00dfartige Geste der jungen Menschen vielen Hamburgern zu vermitteln.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/stein.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2565 alignleft\" src=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/stein-300x170.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"170\" srcset=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/stein-300x170.png 300w, https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/stein.png 380w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Es gelang mir daf\u00fcr den Historiker und\u00a0 ehemaligen Polizeipr\u00e4sidenten Wolfgang Kopitzsch und den Bereichsleiter des Lehrbetriebes\u00a0 an der Polizeiakademie Frank Trawny f\u00fcr diesen besonderen Abend unserer Gesellschaft in der Krypta der St. Nikolai Kirche als Mitstreiter- sowohl als Ideengeber f\u00fcr den Gedenkstein, wie als Referenten und Zeitzeugen der\u00a0 gegenw\u00e4rtigen Beziehungen zwischen den jungen Menschen unserer beider V\u00f6lker &#8211; zu gewinnen. Beide haben mit Freude zugesagt. Der traurige Anlass f\u00fcr unsere Veranstaltung, bei den Besuchern gerade durch die fundierte Beschreibung der Ereignisse vor \u00fcber 75 Jahren durch Wolfgang Kopitzsch und auch der grandiose Filmbericht \u00fcber die hoffnungsvolle Zusammenarbeit der kommenden Polizeigeneration beider L\u00e4nder wirkten sehr \u00fcberzeugend. So ist die Hoffnung auf ein freundschaftliches Zusammenleben zwischen Polen und Deutschland tief\u00a0 verankert. Denn das sehe ich als meine vorrangige Aufgabe als Mitglied der Deutsch Polnischen Gesellschaft Hamburg. Anerkennende Worte f\u00fcr unsere Veranstaltung h\u00f6rten wir auch vom Polnischen Vizekonsul, Herrn Adam Borkowski, der\u00a0 jedoch auch vom Wehrmutstropfen in dieser gro\u00dfartigen Beziehung zwischen Hamburg und Lublin erfahren musste: die polnischen Polizisten k\u00f6nnen aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht die Gastfreundschaft\u00a0 ihrer Hamburger Kollegen genie\u00dfen. Unter unseren G\u00e4sten befanden sich viele Vertreter der Polizeiakademie, die es sich nicht nehmen lie\u00dfen, unser Bem\u00fchen um das Gedenken an diese unschuldigen Opfer im fernen Jozef\u00f3w\u00a0 den Hamburger*innen in Erinnerung zu rufen, durch ihre Anwesenheit zu w\u00fcrdigen. Eine besondere Ehre erwies uns auch\u00a0 der Ehrengast der Gedenkstunde in der Polizeiakademie, Herr Josef Avni \u2013 Angeh\u00f6riger der Opfer \u2013 aus Haifa\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>REFORMATION IN POLEN und LITAUEN<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/REFORMATION-IM-\u00d6STLICHEN-EUROPA.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2543 alignleft\" src=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/REFORMATION-IM-\u00d6STLICHEN-EUROPA-300x216.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/REFORMATION-IM-\u00d6STLICHEN-EUROPA-300x216.jpg 300w, https:\/\/dpg.hamburg\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/REFORMATION-IM-\u00d6STLICHEN-EUROPA.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Ausstellung \u201eReformation in Polen und Litauen\u201c wurde im Mahnmal St. Nikolai in Hamburg vom 21.09. bis 19.10. gezeigt. Das Thema ist f\u00fcr Europa im Jahr 2017 sehr aktuell. Zum 500. Mal j\u00e4hrt sich die Reformation in diesem Jahr. Luther hatte sie nicht geplant. Dennoch ver\u00e4nderte sie Europa grundlegend \u2013 bis heute. Denn die Ideen aus Wittenberg kamen zum genau richtigen Zeitpunkt in die Welt. Die Reformation hatte auch einen gro\u00dfen Einfluss auf die Entwicklung in Polen. Nur wenige Menschen wissen z.B., dass der erste Staat mit lutherischem Bekenntnis ein Territorium au\u00dferhalb des r\u00f6misch-deutschen Reiches war &#8211; und zwar das Herzogtum Preu\u00dfen. Es entstand 1525\u00a0 auf dem Gebiet des Deutschen Ritterordens. Polen-Litauen war ein Vielv\u00f6lkerstaat, in dem neben Polen und Litauern Deutsche, Juden, Letten, Esten, Ukrainer, Russen und Tataren lebten. Entsprechend unterschiedlich waren die Glaubensbekenntnisse. Die meisten Regionen im heutigen Polen waren \u00fcber Jahrhunderte hin entweder vom Protestantismus oder von ausgesprochener Glaubensvielfalt gepr\u00e4gt. Und genau diese Vielfalt ger\u00e4t heute durch die Konzentration auf die Luthers Reformation etwas aus dem Blick, womit zugleich das Bewusstsein f\u00fcr ein in weiten Teilen evangelisch und tolerant gepr\u00e4gtes Ostmitteleuropa verblasst.<\/p>\n<p>Die Lehren Luthers breiteten sich vor allem in den St\u00e4dten des zu Polen geh\u00f6renden preu\u00dfischen Gebietes und im Ordensland schnell aus. Auch unter den polnischen und litauischen Adeligen fand die Reformation zahlreiche Anh\u00e4nger. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde Polen-Litauen Zufluchtsort f\u00fcr Anh\u00e4nger verschiedener protestantischer Glaubensrichtungen wie den Mennoniten, Unitariern, Polnischen Br\u00fcdern und den B\u00f6hmischen Br\u00fcdern.\u00a0 Die protestantische Bewegung war in Polen und Litauen also mehr als Luther. Im Zuge der Gegenreformation wurden jedoch die reformierten Kirchen zur\u00fcckgedr\u00e4ngt. Heute bilden sie in Polen eine kleine Minderheit.<\/p>\n<p>Am 21.09. bei der Vernissage hat Prof. Golczewski die historischen Hintergr\u00fcnde der Reformation in Polen vorgestellt. Am 19. 10., am letzten Tag der Pr\u00e4sentation der Ausstellung wurden einige Aspekte dieses Themas vertieft. Dr. theol. Hartmut Rudolph\u00a0 hat die Geschichte der Reformation in Preu\u00dfen und vor allem die gro\u00dfe Glaubensvielfalt vorgestellt und die religi\u00f6sen Auseinandersetzungen\u00a0 in Polen-Litauen am Beispiel vom Wirken des in Danzig geborenen Theologen Daniel Ernst Jablonski geschildert.<\/p>\n<p>In Polen mit seiner vorwiegend katholischen Bev\u00f6lkerung ist in dieser Situation die Feier der 500 Jahre Reformation f\u00fcr evangelische Christen eine Herausforderung. Durch die \u201eerfolgreiche\u201c Gegenreformation bilden die Lutheraner mit 71 000 Gemeindemitgliedern und die Reformierten mit 2500 Gemeindemitgliedern nur eine sehr kleine Minderheit im Land. Desto wichtiger ist es f\u00fcr sie, im Jahr des Reformationsjubil\u00e4ums die wichtige Rolle des Protestantismus und der Protestanten in der Geschichte Polens \u00f6ffentlich zu w\u00fcrdigen. Ende 2016 erkl\u00e4rte sich der Pr\u00e4sident der Polnischen Republik, Andrzej Duda, auf Bitten der Evangelisch-Augsburgischen (Lutherischen) Kirche bereit, die Schirmherrschaft \u00fcber die zentrale Feier des Reformationsjubil\u00e4ums in Warschau vom 26. bis 29. Oktober 2017 zu \u00fcbernehmen. Eine weitere staatliche Anerkennung f\u00fcr das Reformationsjahr konnte nicht erreicht werden. Auch der Senat, die zweite Kammer des polnischen Parlaments, tat sich schwer mit der W\u00fcrdigung des Beitrags polnischer Protestanten. Am 1. Februar 2017 konnte erst nach vielen Diskussionen und heftigem Streit eine Resolution zum Gedenken der 500 Jahre Reformation auf dem Gebiet Polens verabschiedet werden \u2013 mit 40 Ja-Stimmen, 27 Gegenstimmen und 17 Enthaltungen. In der Resolution werden namentlich zahlreiche protestantische Pers\u00f6nlichkeiten gew\u00fcrdigt, die als Schriftsteller, Geistliche, Politiker und Offiziere eine wichtige Rolle in der Geschichte Polens gespielt haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit herzlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>F\u00fcr den Vorstand<\/p>\n<p>Viola Krizak<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>MITTEILUNGEN 05\/2017 (November-Dezember) \u00a0 U N S E R E\u00a0 V E R A N S T A L T U N G E N \u00a0 DEUTSCH-POLNISCHES GESCHICHTSBUCH Am Dienstag, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":2560,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[238,15,373,3,376],"tags":[],"class_list":["post-2567","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutsch-polnische-gesellschaft-hamburg-e-v","category-dpg-hamburg","category-jan-dolny","category-mitteilungen","category-septima","czr-hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dpg.hamburg\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2567","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dpg.hamburg\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dpg.hamburg\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg.hamburg\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg.hamburg\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2567"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/dpg.hamburg\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2567\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg.hamburg\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2560"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dpg.hamburg\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2567"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg.hamburg\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2567"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg.hamburg\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2567"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}