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ABGESAGT: Polen und Ostpreußen, Vergangenheit und Zukunft Autorenlesung mit Bundesverdienstkreuzträger Arno Surminski – 29. April um 19.00 Uhr – Altonaer Museum

29. April @ 19:00 - 21:00

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder der DPG Hamburg,
Szanowni Państwo,

natürlich steht auch unsere Arbeit im Schatten der Pandemie. Dieses Virus legt auch den deutsch-polnischen Dialog und unsere Aktivitäten lahm.
Nachdem am Sonntag, 15.03.20 alle Veranstaltungen – unabhängig von der Teilnehmer*innenzahl – bis auf Weiteres vom Hamburger Senat untersagt wurden, sehen wir uns gezwungen, folgende fünf Veranstaltungen abzusagen:


1.  „Demokratie auf dem Prüfstand. Polen 2015-2020“ am 19. März in der KRYPTA/Absage Prof. Borodziej, Projekt der Landeszentrale für politische Bildung
2.  Ausstellungsvernissage im Atelier von Jan de Weryha am 22. März
3.  Unsere Mitgliederversammlung, die am 6. April im Berufsförderungswerk in Farmsen

  1. Lesung von Arno Surminski am 29. April, unser Projekt in der Zusammenarbeit mit der Konrad Adenauer Stiftung
  2. „Musikalische Stolpersteine“, Konzert in der Musikhochschule am 25. April

Wir wünschen Ihnen einen schönen Frühlingsanfang bei bester Gesundheit.

Mit freundlichen Grüßen
für den Vorstand

Dr. Viola Krizak

 

Details

Arno Surminski wurde am 20. August 1934 in Jäglack im Kreis Rastenburg in Ostpreußen (heute Jegławki im Landkreis Kętrzyn, Polen) geboren. Seine Eltern wurden nach dem Einmarsch der sowjetischen Streitkräfte 1945 deportiert und kamen in Straflagern in der UdSSR ums Leben, während er selbst mit einem Aussiedlertransport erst nach Jena und dann 1947 von dort nach Trittau, Schleswig-Holstein, kam. Nach der Schule und Ausbildung zum Rechtsanwaltsgehilfen wanderte Arno Surminski nach Kanada aus, wo er zwei Jahre lang als Holzfäller arbeitete. Im Jahre 1957 kehrte er nach Trittau zurück und übte zwei Jahre den erlernten Beruf aus. Darauf folgten zehn Jahre in der Rechtsabteilung eines Hamburger Versicherungsunternehmens. Nachdem er dieses verließ, fing Arno Surminski an zu schreiben und war gleichzeitig als freier Journalist für die Frankfurter Allgemeine Zeitung tätig.

Als einer der letzten noch lebenden Zeitzeugen schildert Arno Surminski in seinen Büchern und Erzählungen oft das Leben in Ostpreußen – einst friedlich und fast idyllisch, dann zerstört durch Krieg und Vertreibung, und letztlich von Geflüchteten fortgeführt an anderen Orten fernab der Heimat.

Sein erstes Werk, „Jokehnen – oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland?“ erschien 1974. Der Protagonist Hermann Steputat kam, genau wie der Autor, 1934 in Ostpreußen auf die Welt. Da hatte das Unheil bereits seinen Anfang genommen, auch wenn es noch keiner in dem Dorf merkte. Als der Krieg ausbrach, machte er jedoch weder vor dem kleinen Dorf, noch vor dem kleinen Jungen halt. Seine Eltern werden in die Sowjetunion deportiert, er selbst flieht mit anderen Kindern in einem Aussiedlerzug nach Berlin. „Jokehnen…“ wurde später erfolgreich verfilmt, zahlreiche Romane und Erzählungen, aber auch Sachbücher des Autors folgten.

Sehr bewegend und zugleich weder kitschig noch revanchistisch erzählt Arno Surminski die Geschichten seiner Protagonisten. Diese tragen bisweilen auch autobiografische Züge und stehen stellvertretend für das Schicksal einer ganzen Generation von Heimatvertriebenen aus Ostpreußen.

Arno Surminski leistete mit seinen zahlreichen Romanen und Erzählungen einen wichtigen literarischen Beitrag zum Umgang mit dem Thema Flucht und Vertreibung in der Bundesrepublik Deutschland sowie zu der deutsch-polnischen Versöhnung. Viele seiner Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet. 2016 wurde Arno Surminski das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Das Politische Bildungsforum Hamburg der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. ist froh und geehrt, dass Arno Surminski die Einladung zur Kooperationsveranstaltung mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V. annahm, bei der er am 29. April ausgewählte Szenen aus seinen Werken vorlesen und anschließend mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ins Gespräch kommen wird.

Programm

19.00 Uhr Eröffnung und Begrüßung

Dr. Viola Krizak, Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V.

 

19.10 Uhr Inhaltliche Hinführung

Dietrich Wersich, MdHB und Erster Vizepräsident der Hamburgischen Bürgerschaft

 

19.20 Uhr Lesung und Gespräch mit

Arno Surminski, Autor

Frank Drieschner, Redakteur im Ressort Hamburg, DIE ZEIT

 

20.10 Uhr Publikumsfragen

 

20.30 Uhr Dank und Schlusswort

Dr. Karolina Vöge, Landesbeauftragte der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. für Hamburg

 

20.40 Uhr Anschließender Empfang

 

Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein! Der Eintritt ist frei und Sie können gerne eine Begleitperson mitbringen. Wir bitten um verbindliche Anmeldung an kas-hamburg@kas.de bis zum 27.04.2020. Die Veranstaltung wird multimedial begleitet. Die Teilnehmenden erklären mit der Anmeldung, dem Besuch bzw. mit der Teilnahme an der Bildungsveranstaltung ihr Einverständnis, dass die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. das vor, während oder nach der Veranstaltung entstandene Foto- und Filmmaterial zeitlich unbegrenzt sowohl im Online- als auch Printformat für Zwecke der Presse und Öffentlichkeitsarbeit verwenden darf. Ihre persönlichen Daten werden gemäß Datenschutzgrundverordnung verarbeitet. Ihre Daten werden im Rahmen unserer Veranstaltungsorganisation genutzt. Dieser Nutzung stimmen Sie mit Ihrer Anmeldung oder Teilnahme zu. Weitere Informationen zum Datenschutz können Sie unter www.kas.de einsehen. Anregungen und Hinweise senden Sie bitte an kas-hamburg@kas.de oder an feedback-pb@kas.de.

 

Die Veranstaltung wird gefördert durch Zuwendungen der Bundesrepublik Deutschland und der Freien und Hansestadt Hamburg.

 

Details

Datum:
29. April
Zeit:
19:00 - 21:00
Veranstaltungskategorien:
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Veranstalter

Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg e.V.
Konrad-Adenauer-Stiftung

Veranstaltungsort

Altonaer Museum
Museumsraße
Hamburg, Deutschland
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