MITTEILUNGEN 2026-02 Mai-Juni-September

POLEN UND DEUTSCHLAND – WIE GEHT ES WEITER?

35 Jahre nach der Unterzeichnung des Vertrags am 17. Juni 1991 über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit wurden die Grundlagen für die bilateralen Beziehungen zwischen Polen und Deutschland gelegt. Es ist kein Zufall, dass seine politische Bedeutung mit der des deutsch-französischen Elysée-Vertrags (unterzeichnet am 22.01.1963) verglichen wird. Als „großer“ Vertrag ist er das Symbol der guten deutsch-polnischen Nachbarschaft. Dadurch konnten viele Jahre intensive Wirtschaftsbeziehungen und ein wachsendes Netz persönlicher und institutioneller Kontakte und Beziehungen mit Inhalten gefüllt werden. Aber in der letzten Zeit heißt es, die Beziehungen seien schlechter geworden. Das Verhältnis wirkt zwiespältig. Die Grenzkontrollen sind zurück, die Reparationenfrage ist immer noch offen, kritische Einstellung zu Deutschland, Migration, Energieversorgung und auch noch einige andere Problemfelder müssten gelöst werden. Das Miteinander ist kompliziert geworden. Woran liegt es?

Gleichzeitig stehen die Europäische Union und die NATO, in die beide Länder eingebunden sind, vor immensen Herausforderungen. Die großen europa- und sicherheitspolitischen Fragen würden eigentlich mehr deutsch-polnische Zusammenarbeit nahelegen. Wie geht es also weiter?

Diese und noch mehr Fragen werden wir am 29.05.2026 um 18 Uhr in einer Diskussion stellen können, zu der wir zwei Gäste eingeladen haben; den Historiker, Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz, z. Z. Gastprofessor an der Universität Bochum und den Politologen Dr. Kai-Olaf Lang, Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik. Moderation: Viola Krizak, DPG Hamburg.

Die Veranstaltung findet in der Kooperation mit der Europa-Union Hamburg in der Handelskammer, Adolphsplatz 1, im Raum MERKUR statt.

Die Anmeldung wird gewünscht unter: https://infopoint-europa.de/de/event/758#

 

 

LANGE TAFEL FÜR DEMOKRATIE

Eine lange Tafel bringt Menschen zusammen: Eine besondere Veranstaltung des Hamburger Stiftungsbüros lädt dazu ein, Demokratie und Vielfalt gemeinsam zu erleben. Am 20. Juni 2026 wird auf dem Rathausmarkt Hamburg eine 400 Meter lange Tafel für Demokratie und Vielfalt aufgebaut. Zum Auftakt der Hamburger Stiftungstage kommen zahlreiche Initiativen und Organisationen zusammen, um ihr Engagement sichtbar zu machen. Besucher*innen können Platz nehmen, miteinander ins Gespräch kommen und die Vielfalt der Stadt unmittelbar erleben.

Foto: Stiftungsbüro Hamburg | Sven Wied

Jeder Tisch bietet eigene Themen und Formate – von Gesprächen und Spielen bis hin zum gemeinsamen Schlemmen. Ergänzt wird das Programm durch Musik, Tanz, Performances und Talks auf einer zentralen Bühne. Die Veranstaltung eröffnet vielfältige Möglichkeiten, sich zu informieren, zu vernetzen und selbst aktiv zu werden.

Die DPG-HH wird sich an dem großen Event beteiligen und am 20.06. von 12.00 bis 17.00 Uhr auf dem Rathausmarkt anwesend sein. Wir werden unsere Gesellschaft, unsere Arbeit vorstellen und die Ziele erörtern. Der Stand muss ständig besetzt sein, so wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns dabei unterstützen könnten. Vielleicht haben Sie Vorschläge, wie wir unserem Tisch gestalten und was wir anbieten könnten? Für jede Anregung wären wir Ihnen dankbar.

Falls Sie uns unterstützen könnten, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail: info@dpg-hamburg.de

 

RESOVIA SALTANS OLDIES IN HAMBURG

Unsere jahrzehntelange Arbeit für die deutsch-polnische Zusammenarbeit und Freundschaft holt uns im besten positiven Sinne ein! Wie viele langjährige Mitglieder unserer Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg wissen, haben wir vor fast fünfzig Jahren eine Zusammenarbeit zwischen der Pädagogischen Hochschule Rzeszów und unserer Gesellschaft begonnen. Auf Empfehlung unseres Gründungsmitglieds Dr. Hans-Joachim Seeler (damals Mitglied des Europa-Parlaments) und seiner Frau Dr. Ingrid Seeler (damals Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft) haben wir im November 1979 der Hochschule eine Kooperation angeboten. Diese Kooperation begann mit der Einladung von RESOVIA SALTANS, dem studentischen Tanz- und Gesangsensemble der Hochschule, nach Hamburg. Der 1. Besuch des Ensembles fand im Sommer 1980 statt und war mit der Präsentation polnischer Volkstänze und -lieder ein voller Erfolg und der Beginn einer jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Konzerten in Hamburg und Norddeutschland.

Anlässlich des 50. Jubiläums von RESOVIA SALTANS im November 2025, das mit zwei Gala-Konzerten in der Philharmonie Rzeszów gefeiert wurde, haben Mitglieder des Ensembles, die als Studentinnen und Studenten an der ersten Begegnung 1980 teilgenommen haben, unseren Ehrenvorsitzenden Gerd Hoffmann gebeten, sie bei der Organisation einer Reise „in ihre Hamburger Vergangenheit“ in diesem Sommer zu unterstützen.

Der Besuch der „Old Boys und Girls“, zu denen der Kontakt zu uns über Jahrzehnte nie abgerissen ist, wird nun vom 29. Juli bis 2. August 2026 stattfinden, und zwar mit 30 ehemaligen Ensemblemitglieder.

Wie der Zufall so im Leben spielt, lebt mit Malgorzata Kosinska ein Mitglied der „Old Girls“ seit Jahrzehnten sogar in HH und ist gegenwärtig Lehrerin an einer Hamburger Schule. Gemeinsam stellen wir gerade ein Programm zusammen, in dem wir natürlich die Wünsche unserer Gäste berücksichtigen werden. Dazu gehört u. a. ein Treffen mit Mitgliedern der im TUS Berne aktiven Volkstanzgruppe ZUGVOGEL, die bei vielen Besuchen von RESOVIA in Hamburg unser Partner war.

Im übrigen muss in diesem Zusammenhang festgestellt werden, dass sich aus diesem ersten Kontakt eine Vielzahl von weiteren Aktivitäten von Städte- und Schulpartnerschaften über eine Zusammenarbeit zwischen Seniorenheimen in den 90er Jahren bis hin zu sportlichen Begegnungen ergeben haben. Die größte partnerschaftliche Zusammenarbeit fand im Mai/Juni letzten Jahres mit Konzerten in Hamburg/Itzehoe und Rzeszów/Przemysl unter Beteiligung von polnischen/deutschen Chören und dem Wandsbeker Sinfonieorchester statt. An diesem Projekt musikalischen Projekt mit vier Konzerten (u.a. mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartoldy und Feliks Nowowiejski) waren auf beiden Seiten über 150 Musizierende beteiligt.

Mehr Informationen unter 04154 795884 (Gerd Hoffmann)

 

ATELIER-SOMMERFEST BEI JAN DE WERYHA

Der Freundeskreis Sammlung de Weryha e.V. lädt auch in diesem Jahr herzlich zum SOMMERFEST 2026 am Sonntag, 30. August von 14:00 – 18:00 Uhr ins Atelier des Künstlers Jan de Weryha im Reinbeker Redder 81 in Hamburg Lohbrügge ein.

Ein besonderer Anlass zum Feiern ist das 10-jährige Bestehen des Freundeskreises!

Der Künstler bietet an diesem Tag Führungen durch das Atelier an. Am Nachmittag erfüllt die Ateliersräume eine musikalische Begleitung. Es gibt viele Neuigkeiten zu besprechen. Die Freude an der Begegnung führt zu vielen, guten Gesprächen. Es soll ein entspannter, fröhlicher Tag werden. Neben Getränken und Gegrilltem bieten wir Schmalzbrote und andere Köstlichkeiten sowie Kaffee und viel Kuchen an. Über ein zahlreiches Erscheinen würden wir uns sehr freuen!

Eintritt frei. Jedoch freuen wir uns über jede Spende.

Anregungen, Nachfragen und Kontakt: Hartwig Zillmer (ha.zillmer@web.de) und

Margarethe – Gosia – Dawid (margarethedawid@web.de)

Fahrt zum Atelier Sammlung de Weryha im Reinbeker Redder 81 in Lohbrügge mit dem ÖPNV: Ab S-Bahnhof Bergedorf (Ausgang Lohbrügge) mit dem Bus 12 (Ri. Billstedt) bis Reinbeker Redder (Höhe Rudorffweg) im 10-min-Takt. Fahrzeit: ca. 17 min. Mit dem Pkw: Etwa 100 m vor (von Hamburg kommend, links) bzw. 100 m (von Reinbek kommend, rechts) hinter der Einfahrt zum Atelier ist die Haltestelle Rudorffweg. Dort ist die Einfahrt zum Parkplatz des Kleingartenvereins 611. Von dort zu Fuß über den Reinbeker Redder zum Atelier. Bitte Vorsicht bei der Überquerung der Straße.

 

DAS MASSAKER VON PALMNICKEN

                          Am 1. September 1939 überfiel die deutsche Wehrmacht Polen – das war der Beginn des Zweiten Weltkriegs, der Tod und Zerstörung über Europa und die ganze Welt brachte. Im Rahmen unserer Erinnerungsarbeit laden wir Sie am 1. September 2026 um 18.00 Uhr zur Andacht, zum Vortrag und Diskussion ein, die im Museum des Mahnmals St. Nikolai, Willi-Brandt-Straße 60 stattfinden wird.

Der Abend fängt um 18.00 Uhr mit der Andacht mit Hauptpastor und Probst Dr. Martin Vetter (Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern) an.

Um 18:30 Uhr folgt ein Carillonkonzert; es spielt Werner Lamm. Das Carillonkonzert ist auf dem Platz des ehemaligen Kirchenschiffs zu hören.

 

Im Januar 1945 kam es an der Bernsteinküste in Ostpreußen zu einem bis heute kaum bekannten Verbrechen: Mehrere Tausend jüdische Frauen und Männer, Häftlinge aus Außenlagern des KZ Stutthof (bei Danzig), wurden auf Todesmärschen Richtung Ostsee getrieben. In Palmnicken, heute Jantarny in der russischen Exklave Kaliningrad und derzeit praktisch unzugänglich, kam es zu einem Massaker: Tausende der jüdischen Häftlinge wurden am Strand von Palmnicken von deutscher SS mit Hilfe von Hitlerjugend sowie Mittätern aus verschiedenen Ländern erschossen und erschlagen. Die genaue Zahl der Opfer ist nicht bekannt, überlebt haben das Massaker vermutlich nur 16 Personen.

Um 19.00 Uhr erinnern wir an das Ereignis in der Endphase des Zweiten Weltkriegsverbrechens, zu der wir zwei Gäste eingeladen haben: Margitta Sünwoldt ist Zeitzeugin und liest aus ihren Erinnerungen. Geboren 1935, lebte sie ab 1943 bei ihrer Großmutter in Palmnicken. Als Neunjährige beobachtete sie im Januar 1945 den Transport der Jüdinnen und Juden nach Palmnicken. Claudia Vollmer studierte in Hamburg Politikwissenschaft. Anschließend war sie 20 Jahre für die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) tätig, vorwiegend in Ost- und Südosteuropa. Seit sie 2008 von dem Massaker in Palmnicken erfuhr, forscht sie zu diesem Thema und arbeitet an einer Dissertation dazu.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Mahnmals St. Nikolai, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg und der Evangelischen Akademie der Nordkirche.

Anmeldung erforderlich unter: https://www.mahnmal-st-nikolai.de/veranstaltungen/gedenken-zum-jahrestag-des-beginns-des-zweiten-weltkriegs/

 

B E R I C H T E

 

                          SCHÜLERAUSTAUCH

                          Seit vielen Jahren unterstützen wir den Schüleraustausch zwischen Hamburger und polnischen Schulen, der in diesem Jahr schon zweimal erfolgreich gelaufen ist und zwar zwischen der Irena-Sendler-Stadtteilschule und dem Irena-Sendler-Schule Tarczyn, bei Warschau sowie der Berufliche Schule für Banken, Versicherungen und Recht mit Beruflichem Gymnasium St. Pauli und Schule in Mrągowo/ Sensburg (Masuren).

Dr. Jens-Frederik, der Lehrer an der Irena-Sendler-Schule in Hamburg berichtet:

„Unsere Begegnung mit den Jugendlichen aus Tarczyn war sehr spannend und wir hatten ein tolles, aber auch anspruchsvolles Programm auf den Spuren Irena Sendlers“

Eva-Maria Rolfes, die Lehrerin im Beruflichen Gymnasium St. Pauli:

„Wir hatten eine wundervolle Begegnung mit unseren Gästen aus Polen. Unsere Schülerinnen und Schüler hatten eine Menge Spaß, sie haben wertvolle Erfahrungen gesammelt und Bekanntschaften geschlossen, die auch über diese eine Woche in Hamburg bestehen bleiben. So sind schon erste individuelle Besuche in Planung“

 

 

 

Die nächsten Mitteilungen bekommen Sie erst nach den Sommerferien, so für heute wünschen wir Ihnen eine wunderschöne, sonnige und manchmal interessante Sommerzeit.

 

Mit herzlichen Grüßen

Für den Vorstand

Ihre Viola Krizak

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