POLEN UND DEUTSCHLAND – WIE GEHT ES WEITER?
35 Jahre nach der Unterzeichnung des Vertrags am 17. Juni 1991 über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit wurden die Grundlagen für die bilateralen Beziehungen zwischen Polen und Deutschland gelegt. Es ist kein Zufall, dass seine politische Bedeutung mit der des deutsch-französischen Elysée-Vertrags (unterzeichnet am 22.01.1963) verglichen wird. Als „großer“ Vertrag ist er das Symbol der guten deutsch-polnischen Nachbarschaft. Dadurch konnten viele Jahre intensive Wirtschaftsbeziehungen und ein wachsendes Netz persönlicher und institutioneller Kontakte und Beziehungen mit Inhalten gefüllt werden. Aber in der letzten Zeit heißt es, die Beziehungen seien schlechter geworden. Das Verhältnis wirkt zwiespältig. Die Grenzkontrollen sind zurück, die Reparationenfrage ist immer noch offen, kritische Einstellung zu Deutschland, Migration, Energieversorgung und auch noch einige andere Problemfelder müssten gelöst werden. Das Miteinander ist kompliziert geworden. Woran liegt es?
Gleichzeitig stehen die Europäische Union und die NATO, in die beide Länder eingebunden sind, vor immensen Herausforderungen. Die großen europa- und sicherheitspolitischen Fragen würden eigentlich mehr deutsch-polnische Zusammenarbeit nahelegen. Wie geht es also weiter?
Diese und noch mehr Fragen werden wir am 29.05.2026 um 18 Uhr in einer Diskussion stellen können, zu der wir zwei Gäste eingeladen haben; den Historiker, Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz, z. Z. Gastprofessor an der Universität Bochum und den Politologen Dr. Kai-Olaf Lang, Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik. Moderation: Viola Krizak, DPG Hamburg.
Die Veranstaltung findet in der Kooperation mit der Europa-Union Hamburg in der Handelskammer, Adolphsplatz 1, im Raum MERKUR statt.
Die Anmeldung wird gewünscht unter: https://infopoint-europa.de/de/event/758#