POLNISCHES FESTIVAL
Das 14. Polnische Festival findet am 22.08.2026 von 13:00 – 19:00Uhr, in der Bucerius Law School, Jungiusstrasse 6, in der Nähe von Dammtor-Bahnhof statt.
Es wird traditionell mit dem polnischen Nationaltanz Polonaise beginnen.
Die Ehrengäste und das Publikum werden zu dem Tanz von Hartwig Zillmer, Mitglied der DPG angeführt. Das Festival bietet — wie jedes Jahr — ein reichhaltiges Programm, von klassischer Musik, über Jazz und Popmusik bis hin zu Folklore. Polnische Musiker fesseln das Publikum mit traditionellen Rhythmen, Liedern und einer einzigartigen polnischen Folklore. Zusätzlich findet ein Polnisch-Sprachkurs für deutsche Gäste mit Elisabeth Kalina (DPG) statt. Für unsere jüngsten Teilnehmer gibt es wie jedes Jahr eine Bühne und ein Mikrofon. Kinder haben die Möglichkeit zu tanzen, zu singen und Gedichte vorzutragen. Anmeldung:
Mobil: 0176 48869412.
Das Programm in diesem Jahr beginnt Jaroslaw Kocik mit der Ensemble PMK – Hamburg mit klassischer und Jazz-Musik. Dann kommen die Kinder auf die Bühne. Hartwig Zillmer und Katarzyna Haase-Georg erfreuen das Publikum mit Gedichten von Jan Brzechwa. Die polnische Sängerin und Mitinitiatorin des Festivals, Aneta Barcik, kommt aus Krakau und wird ihre schönsten Musicallieder singen. Auch die großartige Tanzgruppe Step by Step aus Berlin wird eine Mix-Show präsentieren. Unter anderem werden uns die Tänzerinnen und Tänzer im Rhythmus der Polka mitreißen. Ein Höhepunkt des Festivals ist ein Konzert mit dem Quartett GEBO aus Polen. Das Quartett spielt Musik von Klassik, Folklore und Rhythmen Osteuropas. Sie spielen in einer besonderen Besetzung: 2 Akkordeons, Klavier und Violine, die für einen charaktervollen und vielseitigen Klang sorgen. Während der Pause werden polnische Kuchen und Getränke angeboten.
Eintritt 15,-EUR, Kinder bis 14 Jahre frei!
Webseite: jola-show-band.de
ATELIER-SOMMERFEST BEI JAN DE WERYHA
Es ist kaum zu glauben, aber der Freundeskreis Jan de Weryha wurde durch den Künstler selbst und durch eine Anregung von Mitgliedern unserer DPG vor 10 Jahren gegründet. Das muss unbedingt gefeiert werden!
Wir laden Sie deshalb am SAMSTAG, 29. August von 14:00 – 18:00 Uhr zum SOMMERFEST 2026 ins Atelier des Künstlers Jan de Weryha im Reinbeker Redder 81 in Hamburg Lohbrügge ein.
Der Künstler bietet an diesem Tag Führungen durch das Atelier an. Am Nachmittag erfüllt die Ateliersräume eine musikalische Begleitung. Es gibt viele Neuigkeiten zu besprechen. Die Freude an der Begegnung führt zu vielen, guten Gesprächen. Es soll ein entspannter, fröhlicher Tag werden. Neben Getränken und Gegrilltem bieten wir Schmalzbrote und andere Köstlichkeiten sowie Kaffee und Kuchen an. Über ein zahlreiches Erscheinen würden wir uns sehr freuen!
Eintritt frei. Jedoch freuen wir uns über jede Spende.
Anregungen, Nachfragen und Kontakt: Hartwig Zillmer (ha.zillmer@web.de) und
Margarethe – Gosia – Dawid (margarethedawid@web.de)
Fahrt zum Atelier Sammlung de Weryha im Reinbeker Redder 81 in Lohbrügge mit dem ÖPNV: Ab S-Bahnhof Bergedorf (Ausgang Lohbrügge) mit dem Bus 12 (Ri. Billstedt) bis Reinbeker Redder (Höhe Rudorffweg) im 10-min-Takt. Fahrzeit: ca. 17 min. Mit dem Pkw: Etwa 100 m vor (von Hamburg kommend, links) bzw. 100 m (von Reinbek kommend, rechts) hinter der Einfahrt zum Atelier ist die Haltestelle Rudorffweg. Dort ist die Einfahrt zum Parkplatz des Kleingartenvereins 611. Von dort zu Fuß über den Reinbeker Redder zum Atelier. Bitte Vorsicht bei der Überquerung der Straße.
GEDENKVERANSTALTUNG
Zum Gedenken an den Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 87 Jahren findet am 1. September 2026 eine ganz besondere Veranstaltung statt. Im Rahmen unserer Erinnerungsarbeit laden wir Sie um 18.00 Uhr zur Andacht mit Hauptpastor und Probst Dr. Martin Vetter von der Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern. Um 18:30 Uhr folgt ein Carillonkonzert; es spielt Werner Lamm.
Um 19 Uhr gibt es einen Vortrag mit Diskussion, der im Museum des Mahnmals St. Nikolai, Willi-Brandt-Straße 60 stattfinden wird. Thema des Vortrags:
MASSENMORD AM OSTSEESTRAND
Im Januar 1945 kam es an der Bernsteinküste in Ostpreußen zu einem bis heute kaum bekannten Verbrechen: Mehrere Tausend jüdische Frauen und Männer, Häftlinge aus Außenlagern des KZ Stutthof (bei Danzig), wurden auf Todesmärschen Richtung Ostsee getrieben. In Palmnicken, heute Jantarny in der russischen Exklave Kaliningrad und derzeit praktisch unzugänglich, kam es zu einem Massaker: Tausende der jüdischen Häftlinge wurden am Strand von Palmnicken von deutscher SS mit Hilfe von Hitlerjugend sowie Mittätern aus verschiedenen Ländern erschossen und erschlagen. Die genaue Zahl der Opfer ist nicht bekannt, überlebt haben das Massaker vermutlich nur 16 Personen.
Wir erinnern an das Ereignis in der Endphase des Zweiten Weltkriegsverbrechens. Dazu haben wir zwei Gäste eingeladen: Margitta Sünwoldt ist Zeitzeugin und liest aus ihren Erinnerungen. Geboren 1935, lebte sie ab 1943 bei ihrer Großmutter in Palmnicken. Als Neunjährige beobachtete sie im Januar 1945 den Transport der Jüdinnen und Juden nach Palmnicken. Claudia Vollmer studierte in Hamburg Politikwissenschaft. Anschließend war sie 20 Jahre für die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) tätig, vorwiegend in Ost- und Südosteuropa. Seit sie 2008 von dem Massaker in Palmnicken erfuhr, forscht sie zu diesem Thema und arbeitet an einer Dissertation dazu.
Eine gemeinsame Veranstaltung des Mahnmals St. Nikolai, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg und der Evangelischen Akademie der Nordkirche.
Anmeldung erforderlich unter: https://www.mahnmal-st-nikolai.de/veranstaltungen/gedenken-zum-jahrestag-des-beginns-des-zweiten-weltkriegs/
ANDRZEJ WAJDA RETROSPEKTIVE
Andrzej Wajda einer der bedeutendsten Filmregisseure Polens, wäre in diesem Jahr 100 geworden. In der Retrospektive zeigen wir 10 Filme, die wir als repräsentativ für sein Schaffen ausgesucht haben.
Die Eröffnung der Retrospektive findet am 4. September um 19.00 Uhr im Kino Metropolis (Kleine Theaterstraße 10) statt, die von der Plakatausstellung zu Wajdas Filmen aus der Sammlung der Kinematographie – Museums in Łódź, begleitet wird. Die weitern Vorführungen finden am 10.09., 19.09., 23.09., 4.10. etc. statt. Alle Termine finden Sie auf der Webseite des Kino Metropolis https://www.metropolis-hamburg.de/kalender?film=0 und der DPG HH: info@dpg-hamburg.de
Wajda verdankt seine Popularität den Filmen, die die sogenannte Polnische Filmschule begründeten: „Der Kanal“ sowie „Asche und Diamant“, in denen er sich mit der Zeit des Zweiten Weltkriegs auseinandersetzte. Er verfilmte zahlreiche literarische Werke, darunter „Das gelobte Land“. Er gehörte zu den Mitbegründern des Kinos der moralischen Unruhe, in dessen Rahmen gesellschaftlich geprägte Filme entstanden, die die Missstände des Systems in Polen aufdeckten. Sein Schaffen knüpfte an den polnischen Symbolismus und die Romantik an und stellte den Versuch dar, mit den Mythen des polnischen Nationalbewusstseins abzurechnen. Für seine Verdienste um die Entwicklung der Filmkunst wurde er vielfach ausgezeichnet; unter anderem erhielt er im Jahr 2000 den Oscar der US-Filmakademie für sein Lebenswerk. Vier seiner Filme wurden für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert. Für sein Lebenswerk wurde er außerdem mit dem Ehren-Goldenen Bären, dem César sowie dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.
10.09.2618:00DF
19.09.26 20:30 OV/Engl. UT
Als Vorlage diente Wajda der gleichnamige Roman von Jerzy Andrzejewski, der auch am Drehbuch mitwirkte. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erhalten junge Untergrundkämpfer der polnischen Heimatarmee den Auftrag, einen Funktionär der neu eingesetzten kommunistischen Verwaltung zu töten. Sie erfüllen den Auftrag, müssen aber mit Entsetzen feststellen, dass sie den Falschen getötet haben. Die Handlung umfasst einen einzigen Tag in einer westpolnischen Kleinstadt, in der sich politische Loyalitäten im Übergang von der Besatzungszeit zur Nachkriegsordnung neu sortieren. Innerhalb von Wajdas Werk markiert der Film einen frühen Versuch, moralische Ambivalenzen politischer Entscheidungen filmisch präzise herauszuarbeiten.
Schauspieler:innen: Zbigniew Cybulski, Ewa Krzyżewska, Wacław Zastrzeżynski, Adam Pawlikowski
14.09.26 17:00 OmU
Ende September 1944: die finalen Tage des Warschauer Aufstands. Die letzten 43 Überlebenden einer Kompanie der polnischen Heimatarmee bekommen den Befehl, ins Stadtzentrum zu rücken. Der einzige Weg dorthin führt jedoch über das schwer navigierbare Abwassersystem. Trotz geringer Erfolgsaussichten und eines sinkenden Kampfgeistes macht sich die Truppe auf den gefährlichen Weg …
Wajdas klaustrophobisches Kriegsdrama war einer der ersten Vertreter der polnischen Filmschule und der erste Spielfilm, der den Warschauer Aufstand thematisierte. Sowohl durch seinen Stil, der mit den Konventionen des Sozialistischen Realismus brach, als auch inhaltlich durch den Fokus auf die Psyche der einzelnen Protagonist:innen war der Film wegweisend.
Schauspieler:innen: Wieńczysław Gliński, Tadeusz Janczar, Stanisław Mikulski
POLNISCHE HÄFTLINGE IM KZ NEUENGAMME
Anlässlich des Jahrestages des deutschen Angriffs auf Polen am 1. September 1939 laden wir Sie am 5. September, 14.00 – 17.00 Uhr zu einen Themenrundgang durch das KZ Neuengmme mit dem Fokus auf die Verschleppung polnischer Menschen in das KZ. Am Beispiel jüdischer und nicht-jüdischer polnischer Häftlinge sowie verschiedener Verhaftungsaktionen und Häftlingstransporte werden die Zusammenhänge zwischen der deutschen Kriegsführung und Besatzungspolitik in Polen während der Zweiten Weltkriegs und dem KZ Neuengamme herausgearbeitet.
Referentin: Natalia Wollny (KZ-Gedenkstätte Neuengamme)
Anmeldung über den Veranstaltungskalender:
https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender/monat/2026/9/
Treffpunkt: KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Jean-Dolidier-Weg 75, 21039 Hamburg, am Haupteingang. Anfragen und Kontakt: Herbert Stelter, E-Mail: herbert.stelter@hamburg.de
SAVE THE DATE
Kongress der Polnisch-Deutschen und der Deutsch-Polnischen Gesellschaften,
50 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Danzig und Bremen:
„Von Danzig aus über Europa. Polen und Deutschland in Zeiten des Umbruchs“
13.–15. November 2026
Europäisches Solidarność-Zentrum (ECS), Danzig
Europa steht heute an einem Wendepunkt. Krieg, Sicherheit, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, die Widerstandskraft der Demokratie, historische Verantwortung und die Zukunft der internationalen Zusammenarbeit stellen Polen und Deutschland vor neue Herausforderungen – und verlangen nach neuen Antworten.
Welche Zusammenarbeit braucht Europa heute?
Welchen Beitrag können Polen und Deutschland leisten?
Wie lässt sich die langjährige Partnerschaft in gemeinsames Handeln übersetzen?
Diesen Fragen widmet sich der Kongress der Polnisch-Deutschen und der Deutsch-Polnischen Gesellschaften, der 2026 im Europäischen Solidarność-Zentrum in Danzig stattfindet – einem Ort, der wie kaum ein anderer für Freiheit, Dialog und Verantwortung für Europas Zukunft steht.
Der Kongress bringt Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft, aus Wissenschaft, Politik, Kommunen, Wirtschaft, Kultur sowie der jungen Generation aus Polen und Deutschland zusammen. Wir wollen nicht bei der Analyse aktueller Herausforderungen stehen bleiben. Unser Ziel ist es, gemeinsam neue Ideen, Empfehlungen und Handlungsperspektiven zu entwickeln, die die deutsch-polnische Zusammenarbeit stärken und einen konkreten Beitrag zur Zukunft Europas leisten können. Denn wir sind überzeugt: Europa braucht heute nicht nur mehr Dialog, sondern auch den Mut, gemeinsam Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit zu finden.
Das detaillierte Programm sowie Informationen zur Anmeldung werden in Kürze veröffentlicht.
Bitte merken Sie sich den Termin bereits heute vor – wir freuen uns darauf, Sie im November 2026 in Danzig begrüßen zu dürfen!
Im Namen aller Veranstalter
Dr. Aleksandra Burdziej
Vorsitzende des Landesverbandes der Polnisch-Deutschen Gesellschaften
Wir würden uns freuen, Sie bei einigen Veranstaltungen begrüßen zu können
und wünschen Ihnen einen schönen, erholsamen Sommer!
Mit herzlichen Grüßen
Für den Vorstand
Viola Krizak


