SIEGFRIED LENZ AUSSTELLUNG Siegfried Lenz, am 17. März 1926 im ostpreußischen Lyck, dem heutigen Ełk, geboren, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. In diesem Jahr wird sein 100. Geburtstag gebührend gefeiert. Dieses herausragende Jubiläum ist für die Freie und Hansestadt Hamburg, der Siegfried Lenz als Ehrenbürger so eng verbunden war, der Anlass für ein umfassendes Programm, das vom 1.-31. März stattfindet. Auch die DPG HH wird sich an den LENZ-Tagen beteiligen. Wir werden uns dem Schriftsteller als Menschen widmen und sein Leben in Ostpreußen und später in Hamburg zeigen. Dafür wurde uns, die in seiner Geburtsstadt Ełk zum 95. Geburtstag im Historischen Museum Ełk angefertigte Ausstellung „Annäherungen“ zur Verfügung gestellt. Die Ausstellungseröffnung findet am Dienstag, 17.03.2026 – dem Geburtstag von S. Lenz – um 17:30 Uhr in der Galerie der Alfred-Toepfer-Stiftung, Georgsplatz 10, statt. Zwei Gäste aus Ełk haben ihre Anwesenheit zugesagt: der Stadtpräsident von Ełk/Lyck Herr Tomasz Andrukiewicz und der Direktor des dortigen Historischen Museums, Herr Rafał Żytyniec. Das Projekt wird freundlicherweise von der Alfred-Toepfer-Stiftung unterstützt. Anmeldung erforderlich unter: meyer@toepfer-stiftung.de oder: aleksandra_ jeszke-Zillmer@gmx.de
SIEGFRIED LENZ
SIEGFRIED LENZ 90. GEBURTSTAG – MASUREN ZWISCHEN MYTOS u. WIRKLICHKEIT Als Reise- und Urlaubsregion erfreut sich Masuren mit seiner bezaubernden Seen- und Waldlandschaft in Deutschland wie in Polen seit jeher großer Beliebtheit. Die vielfach literarisch und künstlerisch verklärte Region weckt bei den Einen Erinnerungen, für die Anderen ist sie eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Wie bei keinem anderen spielt diese Faszination im Werk des 1926 im ostpreußischen Lyck geborenen Siegfried Lenz eine Rolle. Pointiert und prozesshaft ist die Auseinandersetzung des Autors mit der Heimat. Vom Erzählband „So zärtlich war Suleyken“ (1955) bis zu den Romanen „Heimatmuseum“ (1978) und „Der Überläufer“ (erschienen posthum 2016) geht es im Werk von Siegfried Lenz um seine Heimat Masuren, eine Kulturlandschaft, gefangen zwischen Erinnerungen an ein idealisiertes Kindheitsparadies und den politischen Verstrickungen und Konflikten um die ethnische und nationale Zugehörigkeit seiner Bewohner, die in den totalitären Ideologien des 20. Jahrhunderts endeten. Inzwischen begreift sich Masuren als Region mit einer reichen, multiethnischen Geschichte, deren Erbe tabulos und unverkrampft entdeckt, diskutiert und gelebt wird. Inwieweit dies als Grundstein für ein europäisch orien tiertes Regionalbewusstsein gelten kann oder gar, wie von der Kulturgemeinschaft „Borussia“ postuliert, als eine Bereicherung für den ganzen ostmitteleuropäischen Ostseeraum gewertet wird, diskutieren wir am Donnerstag, 27. Oktober 2016 um 19.00 Uhr mit unseren Gästen: dem Schriftsteller Artur Becker, dem Publizisten Adam Krzemiński und der Dokumentarfilmregisseurin Ulla Lachauer. Es moderiert Andreas Kossert (angefragt). Eine Veranstaltung des Kulturreferats für Ostpreußen am Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg, des Deutschen Kulturforums östliches Europa, Potsdam, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg und des Mahnmals St. Nikolai. Der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort: Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60, Hamburg Foto: Siegfried Lenz © Ingrid von Kruse.