MITTEILUNGEN 2022-02 – JUNI-JULI 2022

JUBILÄUMSEMPFANG  IM  RATHAUS

 

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg, die sich seit nunmehr fast fünf Jahrzehnten für die Versöhnung und Verständigung, Zusammenarbeit und Begegnung zwischen Polen und Deutschen einsetzt, geht auf  die Initiative von Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft und einiger weiterer Hamburger Bürgerinnen und Bürger im Juli 1972 zurück, um den seinerzeit zwischen der deutschen und polnischen Regierung geschlossenen „Warschauer Vertrag“ mit Leben zu erfüllen, der von Willy Brandt am 7. Dezember 1970 in Warschau unterzeichnet wurde.

Unsere Gesellschaft feiert also in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum. Wir möchten es zum Anlass nehmen, in vielfältiger Weise auf unsere Arbeit in den vergangenen Jahrzehnten aufmerksam zu machen, insbesondere aber wollen wir dieses Ereignis gebührend feiern und möglichst viele unterschiedliche aktuelle, kulturelle Veranstaltungen mit Polen in der ganzen Stadt, vor allem in der 2. Hälfte des laufenden Jahres, anbieten. Informationen  über unsere Veranstaltungen  werden auf unserer Webseite veröffentlicht und erscheinen auch als ein Veranstaltungskalender.

 

Der Erste Bürgermeister und Präsident des Hamburger Senats, Dr. Peter Tschentscher, unterstützt unsere Anstrengungen für ein solches Projekt mit seiner Zusage der Übernahme der Schirmherrschaft und lädt zu einem offiziellen Jubiläumsempfang am 6. Juli 2022 um 18.00 Uhr ins Hamburger Rathaus ein. Da wir Gäste des Senats sind, werden rechtzeitig die Einladungen per Post verschickt. Bitte notieren Sie diesen Termin bereits jetzt in Ihrem Kalender und kommen Sie zu dem Empfang ins Rathaus. Wir würden uns freuen, Sie bei diesem für uns sehr wichtigem Ereignis begrüßen zu können.

UKRAINE-HILFE

 

Viele von Ihnen haben Geldbeträge auf unser Konto überwiesen, um den leidenden Flüchtlingen aus der Ukraine zu helfen, die sich seit Wochen in Polen befinden. Die Not ist im ganzen Land immens groß, daher haben wir beschlossen, Ihre Spenden an verlässliche, vertrauenswürdige Institutionen gezielt nach Rzeszów und in diese Region weiterzuleiten. Wir hatten Mitglieder der Polnisch-Deutschen Gesellschaft Rzeszów um Hilfe gebeten und erhielten eine schnelle Rückmeldung, die wir an Sie per E-Mail weitergeleitet haben. Wir haben die Spenden an drei Adressaten aufgeteilt: An die Fundacja Creativ, an das SOS Kinderdorf und an die gemeinnützige Hilfsorganisation EMAUS – alle drei Organisationen sind in Rzeszów tätig und helfen den Flüchtlingen aus der Ukraine, die sich in der Stadt aufhalten. Laut der Internetseite „cyfrowa.rp.pl“ ist die Einwohnerzahl in Rzeszów bis Ende April um 53% gestiegen. Bei annähernd 200 000 Einwohnern, bedeutet dies, dass sich etwa 100 00 ukrainische Bürgerinnen und Bürger mit Kindern in der Stadt aufhalten. Es ist eine enorme Herausforderung, mit der sich die Stadt und ihre Menschen konfrontiert sehen und fertig werden müssen.

Die polnischen Freunde und wir bedanken uns noch einmal und immer wieder herzlich für Ihre Hilfsbereitschaft.

 

ENTDECKUNG-  WISLAWA  SZYMBORSKA

Am Freitag, dem 17. Juni um 19.00 Uhr präsentieren drei Künstlerinnen – Celina Muza, Alix Dudel und Michaela von Pilsach – anlässlich des 10. Todesjahres der polnischen Lyrikerin Wisława Szymborska, eine Hommage an die großartige Dichterin und Literaturnobelpreisträgerin (1996).

Szymborskas Gedichte gehören in Polen zur Nationalliteratur und wurden durch die Übersetzungen von Karl Dedecius auch im deutschsprachigen Raum bekannt. Alltägliche Begebenheiten betrachtet sie immer wieder aus ungewöhnlichen Perspektiven, mit leichter Hand nähert sie sich philosophischen Fragen und stellt erstaunliche Bezüge her, die das Eigene mit der Welt verbinden. Scheinbar mühelos greift sie mit zarter Ironie zutiefst menschliche Themen auf und überrascht die Leser*innen immer wieder aufs Neue.

Die Dramaturgie des Abends lässt die Dichterin lebendig werden, gerade auch durch fein dosierte polnische Original-Texte, die die Dichterin selbst auf keinen Fall übersetzt wissen wollte. Szymborskas humoristische Seite kommt ebenso zur Geltung wie ihre tiefe philosophische Sicht auf manch banal erscheinendes Szenario.

Alix Dudel, Sängerin, Schauspielerin und Sprecherin, deutschlandweit unterwegs mit Chanson- und musikalisch-literarischen Programmen (Kaléko, Brecht, Kreisler, Kändler, Knef) in unterschiedlicher Begleitung (klassische Gitarre, Piano oder Band), will mit diesem Abend ein neues Licht auf Wisława Szymborska werfen, deren zauberhafte und zeitlose Gedichte eindeutig mehr Beachtung verdienen.

Celina Muza, Schauspielerin, Komponistin und Sängerin aus Polen, dem Publikum in Berlin bestens bekannt durch ihre Projekte mit polnischen Künstler*innen, die u.a. gesungene Poesie aus Polen präsentieren, und ihre eigenen Chanson-Abende (Kaléko, Dietrich, Brecht, Ginczanka) ist unentbehrliche Stimme, Interpretin und Erzählerin, die auf authentische Art den Bezug herstellt zur polnischen Wirklichkeit.

Michaela von Pilsach, Cellistin und Malerin aus Hannover wird mit Klängen und fein abgestimmten Musik-Fragmenten die Atmosphäre entstehen lassen, in der die Worte von Wisława Szymborska sich entfalten können.

Die Veranstaltung entsteht in der Zusammenarbeit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft mit dem polnischen Generalkonsulat Hamburg und dem Verein „Polin e.V.“, Polnische Frauen in Wirtschaft und Kultur.

Die Veranstaltung findet in der Residenz des Polnischen Konsuls, Marie-Louisen-Straße 137, statt.

Eintritt frei. Um Anmeldung wird gebeten unter: info@dpg-hamburg.de  oder

Viola.krizak@gmail.com

 

DIE ALTONALE – DIE TONNE

Die altonale ist das größte Kulturfestival Norddeutschlands für alle Kunst-, Literatur-, Theater-, Film-, Musikliebhaber und Fans von Kulinarischem und Straßenfesten. Mehr als 200 Veranstaltungen sind über zwei Wochen lang an ungewöhnlichen Orten zu finden. Das zentrale Motto der diesjährigen altonale heißt „Reichtum“ und zieht sich als roter Faden durch viele Programmpunkte.

Bereits im zweiten Jahr ist der Besuch der altonale – Veranstaltungen an allen 17 Tagen kostenlos – mit der Initiative „Mach es möglich“ zahlt jeder, was er kann und will. Den Schlussakt bestreiten in diesem Jahr das internationale Festival der Straßenkünste STAMP und das Straßenfest. Von Freitag, 01. Juli bis Sonntag, 03. Juli, finden beide Festivals in Altona-Altstadt, in Ottensen und rund um den Platz der Republik statt.

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg hat in diesem Jahr ein TEATR CZWARTE MIASTO aus Gdingen/ Gdynia eingeladen, das am Sonntag 19. Juni um 11.00, 13.00, und 15.00 Uhr auf dem Platz der Republik auftreten wird.

Das Kindertheaterstück „Die Tonne“ von Piotr Srebrowski ist eine klangvolle und bildhafte Darbietung. Das Publikum wird vom Anfang bis zum Ende durch die Magie der Kreation verzaubert sein. Dieses Theaterstück ohne Sprache richtet sich an Zuschauer jeden Alters, da es sich der Bewegung, der Musik sowie der Visualisierung als universelle Sprache bedient. Während der Aufführung lernen die Kinder, wie sie unserer Erde helfen können, indem sie alle ihre Sinne aktivieren. Die Aufführung

kommt sowohl bei den kleinen Zuschauern als auch bei den begleitenden Erwachsenen hervorragend an und unterhält mit abstraktem Humor unter Verwendung von Alltagsgegenständen.

Regie: Piotr Srebrowski

Darsteller: Dorota Sadowska, Martyna Janczewska, Jakub Piprowski

Kostüme: Magdalena Kurek

Musik: John Bartmann

Produktion: Fundacja Teatru Czwarte Miasto

Dauer: 30 min

Wir laden herzlich dazu ein, die ALTONALE 2020 zu besuchen.

 

 

 

 

FESTIVAL DER KULTUREN IN HAMBURG

 

Am Sonntag, 02. Juli 2022, findet in der Halle B 1 in den Messehallen das Hamburger KULTURFESTIVAL 2022 statt, bei dem die DPG Hamburg mit einem Infostand in der Zeit von 12 – 18:00 Uhr vertreten sein wird.

 

Laut Webseite der Organisatoren:

„WARUM WICHTIG? EIN EVENT FÜR ALLE

Gespräche, Dialoge und Networking

Wir schaffen einen Ort für jeden offenen Menschen – egal welcher Herkunft

Wir wollen zusammen kommen und Verbindungen herstellen

Das Miteinander nach Corona wieder ankurbeln“

 

Bitte kommen Sie zum Festival und besuchen Sie uns am Stand. Es gibt Überraschendes…..

 

ANSCHLAG AUF DAS  POLNISCHE KONSULAT

 

In der Nacht zu Samstag 21.05.22 wurde das Gebäude des Generalkonsulates der Republik Polen in der Gründgensstraße 20 in Steilshoop an mehreren Stellen mit mehr als einem Dutzend roten, blauen und grünen Farbbeuteln beworfen, außerdem wurden mit kleinen Pflastersteinen Fensterscheiben und die gläserne Frontseite des Gebäudes beschädigt.

 

Der Vorstand der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V. ist schockiert und verurteilt diesen Angriff auf das repräsentative Gebäude unseres befreundeten Nachbarlandes Polen scharf und zwar unabhängig davon, durch wen und aus welchen Motiven er verübt wurde.

Er ist geeignet, die deutsch-polnischen Beziehungen zu stören und passt nicht in die Polen-freundliche, weltoffene Freie und Hansestadt Hamburg.

 

Wir erklären uns mit dem Generalkonsul und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Generalkonsulates solidarisch und ermutigen sie, dies als einmaligen, feigen und kriminellen Anschlag zu sehen und keineswegs als irgendeinen Ausdruck einer polenfeindlichen Attacke. Wir wünschen uns, dass das seit Jahren bestehende, gut nachbarschaftliche Verhältnis zwischen dem Generalkonsulat und dem Stadtteil Steilshoop erhalten bleibt.

 

Wir hoffen, dass die zuständige Ermittlungsbehörde diese Straftat so schnell wie möglich aufklären kann und die Täterinnen bzw. Täter dingfest macht. Des Weiteren hoffen wir, dass das Generalkonsulat den Publikumsverkehr für die vielen polnischen Bürgerinnen und Bürger Norddeutschlands weitgehend unbeeinträchtigt fortsetzen kann.

 

Das polnische Generalkonsulat in Hamburg hat sich für die Deutsch-Polnische Gesellschaft Hamburg e.V. in den Jahrzehnten seines Bestehens als vertrauensvoller Gesprächs- und zu-verlässiger Projektpartner erwiesen. Seine Anwesenheit in Hamburg empfinden wir als große Bereicherung.

 

Wir glauben an die Zukunftsfähigkeit des deutsch-polnischen Dialoges in einem demokratischen, vereinten Europa und werden diesen im 50. Jahr unseres Bestehens und darüber hinaus auch mit den konsularischen Vertreterinnen und Vertretern der Republik Polen in Hamburg unbeirrt fortsetzen.

Wir haben diese Erklärung an das Generalkonsulat der Republik Polen und an die Presse verschickt.

 

Und zum Schluss etwas Schönes:

POLNISCHES NATIONALBALLETT

Am 28.06. und 29.06.  um 19.30 Uhr finden in der Hamburger Oper, Dammtorstr. 28  zwei Ballettaufführungen des polnischen Nationalballetts nach William Shakespeare „The Tempest“ statt. Sie bilden den feierlichen Schlusspunkt der Saison der traditionellen Hamburger Ballett-Tage.
Musik: Henry Purcell, Thomas Tallis, Robert Johnson, Matthew Locke, Michel van der Aa und traditionelle iranische Musik, Choreografie: Krzysztof Pastor, Videoprojektionen: Shoja Azari und Shirin Neshat,  Bühnenbild und Licht: Jean Kalman
Kostüme: Tatyana van Walsum

Wir wünschen Ihnen einen schönen, sonnigen Sommer

und grüßen herzlich

 

Für den Vorstand

Ihre Viola Krizak

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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